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Trauerphasen

Die Trauerphasen

1. Phase des Schocks – (hält oft nur wenige Stunden an, maximal ein bis zwei Tage)

Der Betroffene ist wie gelähmt und zu keinen Gefühlsregungen fähig. Der Ausdruck der Ungläubigkeit und des Nicht-wahr-haben-Wollens herrscht vor.

Wird der Zustand nicht überwunden und wird weiterhin das Eingetretene geleugnet, spricht man im Allgemeinen von einer Behinderung der Trauer, die zu ernsthaften Störungen führen kann.

2. Kontrollierte Phase

Der Trauernde erhält äußeren Halt durch die Fülle der mit der Beerdigung verbundenen Aufgaben. Die Beerdigung, die Ansprache des Pfarrers/Redners, der Beistand von Menschen, die dem Trauernden nahe stehen, können für den weiteren Verlauf des Trauerprozesses von Bedeutung sein.

3. Regressive Phase

Nach der Beerdigung kann ein Zusammenbruch der psychischen Organisation erfolgen. Der Trauernde stirbt einen symbolischen Tod (apathisches Verhalten, das eigene Ich ist in seiner ganzen inneren Organisation betroffen).

4. Phase der Neuorientierung

Erneute Zuwendung zur Umwelt und zur Gesellschaft. Der Prozess der Trauer wird abgeschlossen (Aufnahme einer Berufstätigkeit oder auch Wiederverheiratung).

Um Trauer zu bearbeiten, ist das Gespräch erforderlich. Wenn sich die Umwelt nach einigen Tagen oder Wochen wieder dem Alltagsgeschehen zuwendet, dann braucht der Trauernde Gesprächspartner, die ihm zuhören und mit ihm über den Verstorbenen sprechen können.

Trauernde sollten sich nicht scheuen, sich auch nach ein bis zwei Wochen oder nach Monaten an den Bestatter zu wenden, um mit ihm über das Verhältnis zum Verstorbenen, über die Reaktion in der Umwelt sowie über alltägliche Sorgen zu sprechen. Der Bestatter wird sich Zeit nehmen, er wird zuhören und die Betroffenen – für den Fall, dass er nicht selber helfen kann, an Personen verweisen, die die gleichen Erfahrungen gemacht haben.

Bildquelle: © Dan Race / Fotolia

Autor: PM